Morgenpost: “Die Kluft zwischen Versprechen und Realität”

vom 6. Dezember 2009

BERLINER MORGENPOST

“Mitbestimmung darüber hinaus in Form von Volksbegehren und Volksentscheiden sind allein in Landesverfassungen vorgesehen. Aber schon da zeigt sich eine demokratiefeindliche Kluft zwischen Versprechen und Realität. In Berlin hat die rot-rote Koalition gleich drei Mal in jüngster Zeit bekundet, was sie in der Praxis von mehr direkter Demokratie hält. Ein positives Votum für den Flughafen Tempelhof sollte ignoriert werden, Pro Reli wurde bekämpft, die Versenkung von Media Spree wird weiter folgenlos belächelt. Mehr Demokratie? Auf dem Papier sind auch viele Politiker dafür. Wenn es aber ernst wird, passt es ihnen selbst auf der eher kleinteiligen Landesebene schon nicht. Wer Volksabstimmungen in seine Verfassung hineinschreibt, hat die Ergebnisse gefälligst zu befolgen. Was auf Landesebene noch vertretbar sein mag, kann auf der bundespolitischen Bühne an den Grundfesten des Staates rütteln.”

Den Kommentar von Joachim Stoltenberg finden Sie hier.

Bonifatiuswerk: “Pro Reli verteidigt Religionsunterricht in NRW”

vom 18. November 2009

“Die vom Bonifatiuswerk unterstützte Berliner Initiative Pro Reli tritt weiter auch über die Hauptstadt hinaus für den Erhalt des Religionsunterrichts ein. Sie wandte sich in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erklärung gegen den Vorschlag der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen, in dem Bundesland den konfessionellen Unterricht durch ein allgemeines Fach Ethik zu ersetzen.”

Die Meldung finden Sie hier.

Spiegel: “Sozialismus als Vision”

vom 18. November 2009

DER SPIEGEL

“SPIEGEL: Sind Sie mit Ihren freien Radikalen gut für die kommende Landtagswahl in NRW aufgestellt?

Bodo Ramelow: Ich möchte meinen nordrheinwestfälischen Genossen keine Ratschläge über den SPIEGEL geben. Aber es gibt Kritikpunkte. Beispielsweise deren Frontstellung gegen Religionsunterricht. Das ist absolut falsch. Ich warne meine Partei davor, antireligiös zu agieren. Wir haben Bündnispartner, die in Kirchen gebunden sind. Die dürfen wir nicht verlieren.”

Das Interview mit Bodo Ramelow finden Sie hier.

Hessen: Kirche unterstützt Schulfach Islam

vom 7. November 2009

EVANGELISCH.DE

“Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung unterstützt die Bestrebungen muslimischer Verbände, einen bekenntnisorientierten Islamunterricht an hessischen Schulen einzuführen. Das Schulfach Religion könne man nicht “auf Abstand” lehren, sondern nur mit innerer Teilnahme, sagte der evangelische Theologe am Freitag in Frankfurt am Main. Deshalb sei es wichtig, dass die Islamverbände einen bekenntnisorientierten Unterricht einführen wollten. Unterdessen stellte sich Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hinter den christlichen Religionsunterricht im Land.”

Den Bericht finden Sie hier.

Pro Reli gibt Informationsbroschüre zum Religionsunterricht an Berliner Schulen heraus

vom 3. November 2009

Anlässlich der in dieser Woche beginnenden Frist zur Anmeldung der Schüler für das Schuljahr 2010/11 hat Pro Reli e.V. eine Informationsbroschüre zum Religionsunterricht an den Berliner Schulen herausgegeben.

Der Flyer soll Eltern, vor allem von Grundschulkindern, über die Situation des Religions- und Weltanschauungsunterrichts in kurzer und knapper Form unterrichten. Die Information wird zunächst in deutscher Sprache gefasst, Ausgaben in türkisch und russisch sind in Vorbereitung.

Hierzu der Vorsitzende der Initiative, Christoph Lehmann: „Die Situation des Religions- und Weltanschauungsunterrichts in Berlin ist für viele Eltern noch immer schwer verständlich, zumal sich die Berliner Regelungen von denen in allen anderen Bundesländern grundlegend unterscheiden. Vielen Eltern ist nicht klar, dass es an der Grundschule keinen Werteunterricht gibt, der weltanschauliche Neutralität beansprucht. Dies ist erst ab der 7. Klasse mit dem Pflichtfach Ethik gegeben. An der Grundschule wird ausschließlich religiös beziehungsweise weltanschaulich geprägter Unterricht angeboten, und zwar Religionsunterricht der verschiedenen Glaubensgemeinschaften und atheistisch-agnostisch geprägter Weltanschauungsunterricht des Humanistischen Verbandes unter dem Namen „Lebenskunde“. Alle diese Fächer werden nicht in staatlicher, sondern in der Verantwortung der entsprechenden Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften erteilt. Nur wer informiert ist, kann auch wirklich frei für seine Kinder wählen. Mit unseren Informationen für die Eltern möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, dass sie das richtige Angebot für Ihre Kinder wählen können.“

Den Flyer finden Sie hier.

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