Morgenpost: “Die Kluft zwischen Versprechen und Realität”

BERLINER MORGENPOST

“Mitbestimmung darüber hinaus in Form von Volksbegehren und Volksentscheiden sind allein in Landesverfassungen vorgesehen. Aber schon da zeigt sich eine demokratiefeindliche Kluft zwischen Versprechen und Realität. In Berlin hat die rot-rote Koalition gleich drei Mal in jüngster Zeit bekundet, was sie in der Praxis von mehr direkter Demokratie hält. Ein positives Votum für den Flughafen Tempelhof sollte ignoriert werden, Pro Reli wurde bekämpft, die Versenkung von Media Spree wird weiter folgenlos belächelt. Mehr Demokratie? Auf dem Papier sind auch viele Politiker dafür. Wenn es aber ernst wird, passt es ihnen selbst auf der eher kleinteiligen Landesebene schon nicht. Wer Volksabstimmungen in seine Verfassung hineinschreibt, hat die Ergebnisse gefälligst zu befolgen. Was auf Landesebene noch vertretbar sein mag, kann auf der bundespolitischen Bühne an den Grundfesten des Staates rütteln.”

Den Kommentar von Joachim Stoltenberg finden Sie hier.

 


Bonifatiuswerk: “Pro Reli verteidigt Religionsunterricht in NRW”

“Die vom Bonifatiuswerk unterstützte Berliner Initiative Pro Reli tritt weiter auch über die Hauptstadt hinaus für den Erhalt des Religionsunterrichts ein. Sie wandte sich in einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erklärung gegen den Vorschlag der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen, in dem Bundesland den konfessionellen Unterricht durch ein allgemeines Fach Ethik zu ersetzen.”

Die Meldung finden Sie hier.

 


Spiegel: “Sozialismus als Vision”

DER SPIEGEL

“SPIEGEL: Sind Sie mit Ihren freien Radikalen gut für die kommende Landtagswahl in NRW aufgestellt?

Bodo Ramelow: Ich möchte meinen nordrheinwestfälischen Genossen keine Ratschläge über den SPIEGEL geben. Aber es gibt Kritikpunkte. Beispielsweise deren Frontstellung gegen Religionsunterricht. Das ist absolut falsch. Ich warne meine Partei davor, antireligiös zu agieren. Wir haben Bündnispartner, die in Kirchen gebunden sind. Die dürfen wir nicht verlieren.”

Das Interview mit Bodo Ramelow finden Sie hier.

 


Tagesspiegel: “Die gute Nachricht”

TAGESSPIEGEL

“Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt schlägt sich die geballte Frömmigkeit unserer Spitzenpolitiker bereits nieder. Im Koalitionsvertrag steht zum ersten Mal überhaupt, dass sich die Bundesregierung für Religionsfreiheit einsetzen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Lage christlicher Minderheiten legen will. Wer aus der Opposition wollte dem widersprechen? Andrea Nahles vielleicht, die starke Frau der SPD, tief gläubige Katholikin und seinerzeit Kämpferin für Pro-Reli in Berlin? Oder Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt von den Grünen, Präses der EKD-Synode, Mitglied im Präsidium des Kirchentages und Präsidentin des 33. Kirchentages 2011 in Dresden?”

Den Artikel finden Sie hier.

 


DRadio: “Ost- und Westkirche sind zusammengewachsen”

DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

“Frage: Nun hat man trotzdem bei gewissen Indikatoren auch den Eindruck, selbst in der Stadt Berlin alleine ist das mit dem Zusammenwachsen so eine Sache. Sie atmen schwer ein, weil Sie wahrscheinlich wissen, was kommt: die Volksabstimmung in Berlin über die Frage des verpflichtenden Wahlfachs Religion an den Schulen. Unter Pro Reli ist da die Initiative bekannt geworden, auf deren Seite zum Teil die evangelische Kirche ja auch stand. Und wenn man sich dann das Ergebnis dieser Volksabstimmung angeguckt hat, dann konnte man eigentlich auch erkennen, wo die Mauer ist - mit einer kleinen Ausnahme -, weil in den ehemaligen Westbezirken mehrheitlich die Leute für die Einführung eines solchen Unterrichts waren, in den ehemaligen Ostbezirken überwiegend dagegen, nur in der Mitte durch die Zugereisten hat sich das vermischt. Hat neben anderen Problemen, die es damals auch noch gibt, Sie das nicht auch erschreckt, dieses Gefühl, im Glauben ist die Mauer noch da?

Wolfgang Huber: Erschreckt nicht, sondern ich habe das vorausgesehen. Ich habe vor 15 Jahren gesagt, wir haben in der Kirche besonders gute Voraussetzungen dafür, zusammenzuwachsen, wir haben die gleiche Bibel, das gleiche Bekenntnis, das gleiche Gesangbuch, aber wir werden zugleich feststellen, dass der schwerste Teil des Zusammenwachsens unserer Gesellschaft bei den Kirchen bleibt, weil es um die Tiefenschicht der Überzeugungen und Mentalitäten geht. Und die Entfremdung von der Kirche, die durch die zwei Diktaturen auf deutschem Boden bewirkt worden ist, die verliert sich nicht in ein, zwei Jahrzehnten. Das war mir von vornherein klar. Deswegen hab ich immer gesagt, in der missionarischen Situation, in der wir uns befinden, brauchen wir einen langen Atem. Und das geht auch weiter. Deswegen weiß ich auch, dass ich in dieser Hinsicht nur Anfänge mitgestalten konnte und für meinen Nachfolger Markus Dröge gerade in dieser Hinsicht noch viel zu tun bleibt.”

Das Interview mit Bischof i.R. Wolfgang Huber finden Sie hier.

 


Tagesspiegel: ”Ich habe Bedenken gegen ein Betreuungsgeld’

TAGESSPIEGEL

“Aber das Ergebnis der Volksabstimmung „Pro Reli“ hat gezeigt, dass es noch immer große Unterschiede zwischen Ost- und Westberliner Pfarrern gibt.

WOLFGANG HUBER: Unterschiede gibt es, aber nicht nur zwischen Ost und West. Es gibt in Ostberlin glühende Verfechter des Religionsunterrichts an staatlichen Schulen wie auch Skeptiker. Beide Gruppen gibt es aber auch in Westberlin.”

Das Interview mit Bischof Wolfgang Huber finden Sie hier.